Frischkäse

Eigenen Frischkäse machen ist keine Hexerei.

Was ihr dafür braucht?

  • 500 g Joghurt (hier geht’s zum Rezept)
  • Salz
  • Sieb
  • Sauberes Tuch

Ja ihr habt richtig gelesen. Mehr braucht es nicht für eigene Frischkäse. Wer möchte, kann auch noch Kräuter, Chili oder Pfeffer dazugeben. Da ist eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Ihr vermischt das Joghurt zuerst mit einer Prise Salz (und mit allem, was ihr sonst noch an Gewürzen drinnen haben wollt). Dann legt ihr das Sieb über eine Schüssel und legt es mit dem sauberen Tuch aus. Anschließend gießt ihr die Joghurt-Gewürzmischung in das Tuch. Schlagt das Tuch über die Masse und lasst es über Nacht bei Raumtemperatur stehen.

Am nächsten Morgen könnt ihr dann schon euren selbstgemachten Frischkäse auf das Frühstücks-Brot schmieren. Kuhl oder? 😉

Kuhle Grüße,

eure KUHLEMUH

Joghurt selber machen

Heute gibt es wieder ein Rezept von mir.

Ich zeige euch, wie ihr Joghurt einfach selber machen könnt. Damit ihr nicht extra Starterkulturen (Lactobacillus Stämme) kaufen müsst, verwenden wir für unsere erste Mage in gekauftes Joghurt, in welchem diese Kulturen schon drinnen sind.

Was ihr für ca. einen Kilo Joghurt braucht?

  • 1 Liter kuhle Milch (wo ihr die bekommt, findet ihr unter Standorte)
  • 200 g Naturjoghurt
  • 4-5 saubere Gläser

Damit das Joghurt auch wirklich gelingt, ist es ganz wichtig, dass die Gläser vorher wirklich sauber sind. Am besten im Rohr bei ca. 80 Grad backen (auch die Deckel!). Ansonsten haben wir vielleicht unerwünschte Kulturen im Joghurt.

Jetzt könnt ihr das Backrohr auf 40 Grad erwärmen. Bis es die Temperatur erreicht hat, vermischt die kuhle Milch gut mit Joghurt. Das funktioniert am Besten mit dem Schneebesen in einer großen Schüssel.

Füllt die Milchmasse dann in die Gläser, verschraubt sie gut und stellt sie über Nacht (für zehn bis zwölf Stunden) in das Backrohr mit 40 Grad. Eine konstante Temperatur ist wichtig, damit sich die Kulturen gut vermehren können.

Nach dem ihr das Joghurt aus dem Backrohr genommen habt, ist es fertig. Ihr könnt dann euer eigenes Joghurt beim nächsten Mal wieder zum Ansetzten verwenden.

Wenn ihr lieber Fruchtjoghurt mögt, könnt ihr einfach unter das fertige Joghurt etwas Marmelade oder Früchte geben.

Gar nicht schwierig, oder? Zeigt uns euer selbstgemachtes Joghurt doch auf Facebook! 😊

Kuhle Grüße,

eure KUHLEMUH

Ich bin ein Kraftpaket!

Ihr habt richtig gehört: ich bin richtig stark!

Warum? Weil es bei der Fütterung auf der einen Seite das sogenannte Grundfutter gibt. Was das ist und warum ich euch jetzt noch nichts darüber erzähle, erfährt ihr im April.

Auf der anderen Seite bekommen wir über den Tag verteilt kleine Belohnungen. Dazu sagen Andrea und Michael „Kraftfutter“.

Was wir da bekommen?

Eine Getreidemischung, die zu 100% gentechnikfrei ist und die wir von unserem steirischen Lieferanten bekommen. In der Getreidemischung gibt es für uns Mais, Weizen, Gersten, Roggen, Raps und vieles mehr.

Warum wir das bekommen?

Durch die Mischung aus Energie und Eiweißfuttermitteln in Kombination mit zusätzlichen Nährstoffen, erhalten wir eine, unserer Milchleistung entsprechende Belohnung. Damit bleiben wir fit und gesund, um für euch die beste Milch zu produzieren.

Das allerbeste daran ist aber, dass es uns soooo gut schmeckt. Auch wenn wir davon nie genug bekommen können, gibt es für uns nur eine kleine Ration, damit unser Pansen nicht übersäuert. Davon bekommen wir schreckliche Magenschmerzen und das hat niemand gerne, oder?

So, jetzt wisst ihr alles über unsere kuhle Belohnung. Doch noch Fragen? Ab in die Kommentare damit.

Kuhle Grüße,

eure KUHLEMUH

Wie aus Rahm Butter wird

In meinem Beitrag rund um die Milch habe ich euch vom Rahm erzählt. Das ist die Schicht, die sich oben auf meiner Milch absetzt, wenn ihr sie stehen lasst. Wenn ihr eure Milch lieber nicht so fettig mögt, könnt ihr den Rahm abschöpfen und daraus Butter machen.

Butter würde früher in großen Holzfässern gestampft, also mit einer Holzscheibe auf einem Stiel im Fass auf und nieder bewegt. Das hat ganz schön viel Kraft gebrauch. Keine Sorge: für meine schnelle Butter braucht ihr weder einen Butterstampfer noch viel Kraft.

Kuhle Butter

  1. Zuerst gebt ihr den abgeschöpften Rahm in ein Glas mit Schraubverschluss. Am besten geht das mit einem kleinen Löffel aus der Milchflasche. Versucht dabei, die Schicht möglichst auf einmal zu erwischen und nicht zu tief in die Milch einzutauchen.
  2. Dann geht es schon los: Glas gut zuschrauben und schütteln beginnen. Durch das Schütteln trennt sich Milchfett von der Buttermilch und es entsteht eine oder mehrere kleine Butterkugel.
  3. Nach nur ein paar Minuten habt ihr so eine frische Butter. Die Buttermilch könnt ihr auch trinken. Wer mag kann etwas Marmelade, Honig oder Zucker zum Süßen verwenden.

Und so einfach habt ihr eure eigene Butter gemacht. Probiert es aus und zeigt mir auf Facebook, wie eure Butterkugeln ausschauen. 😊

Kuhle Grüße,

eure KUHLEMUH

PS: Ab morgen, dem 29.02.2020 gibt es meine Milch endlich beim Sparmarkt in Passail.

Warum bin ich eigentlich braun und weiß?

Wir alle hier im Stall haben Flecken. Manche haben etwas größere, andere kleinere Flecken. Aber alle sind wir braun und weiß. Warum das so ist? Weil wir alle von der gleichen Rasse sind, die sich Fleckvieh nennt.

Angefangen hat die Fleckviehzucht in Österreich schon im 19. Jahrhundert. Dabei wurde das Simmentaler Rind aus der Schweiz mit unterschiedlichen Rassen aus Österreich eingekreuzt. Das Ziel war, die Rasse auch als Fleischrasse und nicht nur als Milchrasse interessant zu machen. Das wird dann Zweinutzungsrasse genannt, weil es nicht auf ein Merkmal spezifisch gezüchtet ist, sondern zwei ganz gut abdeckt.

In Österreich beträgt der Rasseanteil für Fleckvieh in etwa 80 Prozent und ist somit die am meisten verbreitete Rasse. Fleckviehrinder sind in Österreich im alpinen Raum als auch im Flachland zu finden. Das zeigt die gute Anpassungsfähigkeit an Klimabedingungen und anderen Einflussfaktoren wie beispielweise Veränderungen im Stall oder ein Stallwechsel.

Besonders bei dieser Rasse ist, dass sie relativ schnell wachsen (in der Fachsprache auch „frohwüchsig“ genannt) im Vergleich zu anderen Rinderrassen. Zusätzlich ist der weiße Kopf mit den Augenringen mit einem rosa Maul ein typisches Merkmal dieser Rasse.

Na, das erklärt meine kuhle Sonnenbrille. Das war’s dann wieder von meiner Seite. Ihr wollt noch mehr wissen? Ab in die Kommentare damit.

Kuhle Grüße von eurer

KUHLENMUH

Quelle: Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus Österreich

Ich und meine Milch

Mein erster Eintrag ist gleichzeitig auch meine Leibspeise gewesen, als ich klein war: Milch. Für mich ist das ja nichts Aufregendes. Immerhin trinke ich schon lang keine mehr aber ich trage sie mit mir herum. Michael und Andrea reden manchmal über lustige Dinge wie Fett oder Eiweiß. Ich hab mich da schlau gemacht, was das denn ist und was es mit der Milch zu tun hat. Damit ihr euch auch besser auskennt, erzähl ich euch ein paar Dinge, die ich herausgefunden habe:

Was ist jetzt eigentlich genau Milch? Im österreichischen Lebensmittelbuch, dem Gesetzestext für Lebens-, Futter- und Genussmittel, wird Milch wie folgt definiert:

Milch ist das durchmischte, unveränderte Gesamtgemelk einer oder mehrerer Milchtiere. Unter Milch ohne Artenbezeichnung wird Kuhmilch verstanden, die Milch anderer Tierarten wird entsprechend der jeweiligen Tierart bezeichnet (z. B. Schafmilch, Ziegenmilch, Büffelmilch).

Österreichisches Lebensmittelbuch – Codexkapitel B 32

Das besondere an Rohmilch, die ihr in unseren Automaten finden werdet, ist, dass sie nicht mit Hitze behandelt wurde und auch nicht homogenisiert ist. Also genau so, wie sie die Natur gemacht hat. Zu beachten ist, dass diese Milch aufrahmt.

Es bildet sich also nach einiger Zeit eine Schicht auf der Milch, der Rahm. Wenn ihr homogenisierte Milch kauft, passiert das nicht, weil das Milchfett in so kleine Teilchen zerlegt worden ist, dass das Fett sich mit den anderen Milchbestandteilen homogen vermischt. Deshalb heißt der Vorgang auch Homogenisieren. Daheim könnt ihr die Milch einfach vor dem verwenden aufschütteln oder gut durchrühren mit z.B. einem Schneebesen. Dann vermischt sich das Milchfett mit der restlichen Flüssigkeit. Wenn euch unsere naturbelassene Milch zu fettig ist, könnt ihr den Rahm einfach abschöpfen. Den braucht ihr aber nicht weggeben, denn das ist jetzt der Schlagobers. Daraus könnt ihr auch ganz einfach selber Butter machen. Wie das geht? Das erfährt ihr in einem unserer nächsten Beiträge.

Was ist jetzt alles drinnen in der Milch. Hier findet ihr die Inhaltsstoffe mit prozentuellen Anteilen:

  • Wasser: 87-88%
  • Milchfett: 3-6%
  • Milchzucker: 4,6-4,8%
  • Milcheiweiß: 3,2-3,6%
  • Nebenbestandteile (Vitamine, Salze,…): 1-1,5%

Warum die Werte so stark schwanken? Weil das von unterschiedlichen Faktoren wie Rasse, Gesundheit oder Futter abhängt. Deshalb ist es so wichtig, das es uns Kühen gut geht, damit die Verhältnisse stimmen und die Milch weder zu viel oder zu wenig von etwas enthält.

So das wars dann für heute von mir! Ihr habt Fragen zur Milch oder wisst noch etwas, dass ihr gerne mit mir teilen wollt? Ab in die Kommentare damit.

Kuhle Grüße,

Eure KUHLEMUH

(Quelle: Töppel, A. (2016). Chemie und Physik von Milch. Hamburg, Behr’s.)

Muuuhhh!

Sei du selbst; alle anderen gibt es schon!

— Oscar Wilde.

Muuuhh! Oder wie ihr sagt: Hallo!

Ich möchte mich kurz vorstellen: Ich bin eine Fleckvieh-Kuh und lebe mit meinen 14 Kolleginnen in der Steiermark, genauer gesagt, im Almenland. Dabei geht’s mir richtig gut. Mein Bauer, der Michael, und seine Frau, die Andrea, betreuen uns ausgezeichnet und sind immer für uns da.

Warum ich euch hier schreibe? Weil ihr bald unsere kuhle Milch jeden Tag von 0-24 Uhr in den Milchautomaten bekommt und damit ihr wisst, was es bei uns am Hof Neues gibt.

Kuhle Grüße,

Eure KUHLEMUH