Was wir täglich auf den Tisch bekommen.

In einem der letzten Beiträge hab ich euch von unserer Belohnung nach dem Melken erzählt. Heute gibt`s Infos zu dem, was wir sonst so zu fressen bekommen.

Bei uns kommt hauptsächlich Silage und Heu auf den Tisch. Das Heu und die Grassilage kommen von unseren saftigen Wiesen rund um den Hof. Bevor es auf unseren Tisch kommt, wird die Gras- und Maissilage sowie eine leckere Getreidemischung in einer großen „Mischmaschine“ (Futtermischwagen) vermischt. So landet es danach frisch auf unserem Tisch. Zusätzlich kriegen wir auch duftendes Heu zum Knabbern für zwischendurch.

Was genau ist Silage? Das ist vergorenes Gras, welches nach der Mahd angewelkt, fest gepresst und danach luftdicht verschlossen wird. So werden die Nährstoffe im Futter konserviert und kommen sicher bei uns an. 

Und wie kommt das Futter jetzt auf unseren Tisch? Dazu findet ihr hier ein Video unserer „Mischmaschine“, welches Michael vor ein paar Jahren gemeinsam mit der Zeitschrift „Landwirt“ gedreht hat.

Futtermischwagen von Andrea und Michael

Kuhle Grüße,

Eure KUHLEMUH

Woher kommt das Grundfutter?

Damit wir das ganze Jahr über gutes Futter haben, ist in der warmen Jahreszeit bei uns am Hof immer viel los. Da wird nämlich gemäht: also das Grünland geschnitten.

Dafür fährt Michael mit dem Traktor und dem Mähwerk über unsere Wiesen und mäht das Gras in ca. 7 cm Höhe ab. Das Ganze passiert ca. 4 Mal im Jahr.

Wovon das abhängt? Vor allem vom Niederschlag und der Fläche selbst. Manche Wiesen sind entweder nicht so leicht zu mähen, weil sie relativ steil sind und können deshalb nicht sooft gemäht werden.

Anschließend bleibt das Gras liegen, bis es die richtige Restfeuchte hat und wird dann siliert oder zu Heu getrocknet und gelagert.

Das wars heute von mir. Ihr habt noch Fragen? Kein Problem, ab in die Kommentare damit.

Kuhle Grüße,

eure KUHLEMUH

Topfen einfach selber machen

Ihr habt richtig gehört: heute machen wir Topfen selber.

Was ihr dafür braucht:

  • 1 Liter kuhle Milch (Hier findet ihr die Standorte)
  • 200 g Sauerrahm oder Buttermilch (Hier geht’s zum Rezept für Sauerrahm, hier zum Rezept für Buttermilch)

Gebt die Milch in einen Topf, deckt sie zu und lasst sie für zwei Tage stehen. Dazwischen könnt ihr den Rahm abziehen. Was ihr damit machen könnt, findet ihr hier.

Wenn die Milch sauer geworden ist, heizt das Backrohr auf 50 Grad vor. Rührt den Sauerrahm oder die Buttermilch in die saure Milch ein und stellt das ganze in das Backrohr. Schaltet das Rohr dann ab und lasst den Topf für ca. 2-3 Stunden drinnen stehen.

Dann könnt ihr den Topf wieder herausnehmen und die Masse durch ein mit einem sauberen Tuch ausgekleidetem Sieb in eine Schüssel leeren. Jetzt habt ihr auf im Tuch den fertigen Topfen und in der Schüssel die Molke.

War doch ganz einfach, oder? Wir freuen uns, wenn ihr uns euren fertigen Topfen auf Facebook zeigt.

Kuhle Grüße,

eure KUHLEMUH

Ich habe mehr als nur einen Magen

Insgesamt habe ich nämlich vier. Wie viele wahrscheinlich schon wissen, bin ich eine Wiederkäuerin. Was das bedeutet? Nachdem ich das Futter einmal grob vorgekaut habe, kommt es in den Pansen und wird dort von Mikroorganismen weiter aufgespalten. Das ist wichtig, denn jetzt wird der Brei wieder zu meinem Gebiss befördert, wo ich das vorzerlegte Futter nochmal gründlich kaue. Die Pflanzenfasern sind nämlich ziemlich fest. Als Transportmittel fungiert der Netzmagen. Er transportiert das Futter solange hin und her bis es bereit ist für den Blättermagen. Das kann bis zu drei Tage dauern.

Wenn das Futter fein genug ist, lässt der Netzmagen die Masse in den Blättermagen. Dort werden die Nährstoffe und das Wasser aufgesogen.

Nachdem der Blättermagen fertig ist mit seinen Aufgaben, kommt das Futter in den eigentlichen Magen: dem sogenannten Labmagen. Hier passiert das gleiche wie im menschlichen Magen: Es werden die letzten festen Strukturen gelöst und das restliche Eiweiß aufgespalten.

Dann gelangt das Futter über Dünn- und Dickdarm als Kot nach draußen.

Das Futter trage ich also relativ lange mit mir herum. Ich kann aber ganz schön viel davon in meinem Pansen unterbringen, bis zu 60 kg gehen in dieses spannende Organ.

Jetzt habe ich ganz schön Hunger bekommen.

Kuhle Grüße,

eure KUHLEMUH

https://www.bauernhof.net/verdauung-der-kuh/

Sauerrahm

Heute zeig ich euch, wie ihr ganz einfach selbst Sauerrahm machen könnt.

Dafür braucht ihr:

  • 200 g Rahm (hier findet ihr unseren Beitrag zum Rahm)
  • 2 El Joghurt (Wie ihr das selber machen könnt findet hier)
  • Sauberes Schraubglas

Jetzt müsst ihr den Rahm und das Joghurt gut vermischen und in ein sauberes Glas füllen. Natürlich geht auch ein anderer, dichter Behälter.

Dann lasst ihr das Ganze für zwei Tage an einem warmen Ort stehen. Dabei sollte es nicht ziehen und eine möglichst konstante Temperatur haben.

Nach zwei Tagen ist der Rahm fest geworden und schmeckt säuerlich.

So einfach geht das. 😊

Viel Spaß beim nachmachen wünscht

eure KUHEMUH

Brioche selbstgemacht

Morgen ist Ostersamstag und bei uns wurde heute gebacken, mit meiner Milch! Falls ihr noch auf der Suche nach einem Rezept seit, wir teilen unseres gerne mit euch:

  • 250 g kuhle Milch (hier findet ihr unsere Standorte)
  • 40 g Germ (frisch) oder eine Packung Trockengerm
  • 100 g Zucker
  • 600 g Mehl
  • 1 Ei
  • 3 Eigelb
  • Eine Prise Salz
  • 10 g Vanillezucker
  • Abrieb einer viertel Zitrone
  • 100 g sehr weiche Butter
  • 1 Ei zum Bestreichen

Milch zuerst leicht erwärmen und mit Zucker und Germ verrühren, bis sich der Germ aufgelöst hat. Dann in einer Rührschüssel Mehl, Ei, Eigelb, Salz, Vanillezucker und dem Zitronenabrieb vermengen. Das alles mit der Milch-Zucker-Germ-Mischung kurz (bei uns war es ca. 1 Minute) verkneten. Dann die Butter zugeben und das Ganze ca. 10 Minuten lang glatt kneten. Wenn sich der Teig von der Schüssel löst, ist er fertig.

Jetzt beginnt die erste Wartezeit. Denn Teig mindestens eine halbe Stunde gehen lassen. Wenn ihr Vollkornmehl oder zum Teil Vollkornmehl verwendet habt, empfiehlt sich eine längere Wartezeit. Dabei den Teig mit Plastikfolie oder etwas Butter und einem Geschirrtuch abdecken, damit der Teig nicht austrocknet. Er sollte ca. 2,5 mal so groß werden. Dann den Teig mit der Hand kurz kneten und dann portionieren und formen. Anschließend soll er wieder ca. eine halbe Stunde gehen, am besten gleich am mit Backpapier ausgelegten Backblech.

Bevor sie in das bei 180 Grad Celsius vorgeheizte Rohr kommen, den Teig mit Ei bestreichen. Im vorgeheizten Backrohr brauchen Häschen oder kleinere Laibchen etwa 15 Minuten bis sie goldgelb sind. Ein großes Osterbrot (aus der ganzen Maße) braucht ca. 40 Minuten.

Und dann fehlt nur noch Butter und Marmelade oder eine gschmackige Osterjause auf dem Brot.

Kuhle Grüße,

eure KUHLEMUH

Frischkäse

Eigenen Frischkäse machen ist keine Hexerei.

Was ihr dafür braucht?

  • 500 g Joghurt (hier geht’s zum Rezept)
  • Salz
  • Sieb
  • Sauberes Tuch

Ja ihr habt richtig gelesen. Mehr braucht es nicht für eigene Frischkäse. Wer möchte, kann auch noch Kräuter, Chili oder Pfeffer dazugeben. Da ist eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Ihr vermischt das Joghurt zuerst mit einer Prise Salz (und mit allem, was ihr sonst noch an Gewürzen drinnen haben wollt). Dann legt ihr das Sieb über eine Schüssel und legt es mit dem sauberen Tuch aus. Anschließend gießt ihr die Joghurt-Gewürzmischung in das Tuch. Schlagt das Tuch über die Masse und lasst es über Nacht bei Raumtemperatur stehen.

Am nächsten Morgen könnt ihr dann schon euren selbstgemachten Frischkäse auf das Frühstücks-Brot schmieren. Kuhl oder? 😉

Kuhle Grüße,

eure KUHLEMUH

Joghurt selber machen

Heute gibt es wieder ein Rezept von mir.

Ich zeige euch, wie ihr Joghurt einfach selber machen könnt. Damit ihr nicht extra Starterkulturen (Lactobacillus Stämme) kaufen müsst, verwenden wir für unsere erste Mage in gekauftes Joghurt, in welchem diese Kulturen schon drinnen sind.

Was ihr für ca. einen Kilo Joghurt braucht?

  • 1 Liter kuhle Milch (wo ihr die bekommt, findet ihr unter Standorte)
  • 200 g Naturjoghurt
  • 4-5 saubere Gläser

Damit das Joghurt auch wirklich gelingt, ist es ganz wichtig, dass die Gläser vorher wirklich sauber sind. Am besten im Rohr bei ca. 80 Grad backen (auch die Deckel!). Ansonsten haben wir vielleicht unerwünschte Kulturen im Joghurt.

Jetzt könnt ihr das Backrohr auf 40 Grad erwärmen. Bis es die Temperatur erreicht hat, vermischt die kuhle Milch gut mit Joghurt. Das funktioniert am Besten mit dem Schneebesen in einer großen Schüssel.

Füllt die Milchmasse dann in die Gläser, verschraubt sie gut und stellt sie über Nacht (für zehn bis zwölf Stunden) in das Backrohr mit 40 Grad. Eine konstante Temperatur ist wichtig, damit sich die Kulturen gut vermehren können.

Nach dem ihr das Joghurt aus dem Backrohr genommen habt, ist es fertig. Ihr könnt dann euer eigenes Joghurt beim nächsten Mal wieder zum Ansetzten verwenden.

Wenn ihr lieber Fruchtjoghurt mögt, könnt ihr einfach unter das fertige Joghurt etwas Marmelade oder Früchte geben.

Gar nicht schwierig, oder? Zeigt uns euer selbstgemachtes Joghurt doch auf Facebook! 😊

Kuhle Grüße,

eure KUHLEMUH

Ich bin ein Kraftpaket!

Ihr habt richtig gehört: ich bin richtig stark!

Warum? Weil es bei der Fütterung auf der einen Seite das sogenannte Grundfutter gibt. Was das ist und warum ich euch jetzt noch nichts darüber erzähle, erfährt ihr im April.

Auf der anderen Seite bekommen wir über den Tag verteilt kleine Belohnungen. Dazu sagen Andrea und Michael „Kraftfutter“.

Was wir da bekommen?

Eine Getreidemischung, die zu 100% gentechnikfrei ist und die wir von unserem steirischen Lieferanten bekommen. In der Getreidemischung gibt es für uns Mais, Weizen, Gersten, Roggen, Raps und vieles mehr.

Warum wir das bekommen?

Durch die Mischung aus Energie und Eiweißfuttermitteln in Kombination mit zusätzlichen Nährstoffen, erhalten wir eine, unserer Milchleistung entsprechende Belohnung. Damit bleiben wir fit und gesund, um für euch die beste Milch zu produzieren.

Das allerbeste daran ist aber, dass es uns soooo gut schmeckt. Auch wenn wir davon nie genug bekommen können, gibt es für uns nur eine kleine Ration, damit unser Pansen nicht übersäuert. Davon bekommen wir schreckliche Magenschmerzen und das hat niemand gerne, oder?

So, jetzt wisst ihr alles über unsere kuhle Belohnung. Doch noch Fragen? Ab in die Kommentare damit.

Kuhle Grüße,

eure KUHLEMUH

Wie aus Rahm Butter wird

In meinem Beitrag rund um die Milch habe ich euch vom Rahm erzählt. Das ist die Schicht, die sich oben auf meiner Milch absetzt, wenn ihr sie stehen lasst. Wenn ihr eure Milch lieber nicht so fettig mögt, könnt ihr den Rahm abschöpfen und daraus Butter machen.

Butter würde früher in großen Holzfässern gestampft, also mit einer Holzscheibe auf einem Stiel im Fass auf und nieder bewegt. Das hat ganz schön viel Kraft gebrauch. Keine Sorge: für meine schnelle Butter braucht ihr weder einen Butterstampfer noch viel Kraft.

Kuhle Butter

  1. Zuerst gebt ihr den abgeschöpften Rahm in ein Glas mit Schraubverschluss. Am besten geht das mit einem kleinen Löffel aus der Milchflasche. Versucht dabei, die Schicht möglichst auf einmal zu erwischen und nicht zu tief in die Milch einzutauchen.
  2. Dann geht es schon los: Glas gut zuschrauben und schütteln beginnen. Durch das Schütteln trennt sich Milchfett von der Buttermilch und es entsteht eine oder mehrere kleine Butterkugel.
  3. Nach nur ein paar Minuten habt ihr so eine frische Butter. Die Buttermilch könnt ihr auch trinken. Wer mag kann etwas Marmelade, Honig oder Zucker zum Süßen verwenden.

Und so einfach habt ihr eure eigene Butter gemacht. Probiert es aus und zeigt mir auf Facebook, wie eure Butterkugeln ausschauen. 😊

Kuhle Grüße,

eure KUHLEMUH

PS: Ab morgen, dem 29.02.2020 gibt es meine Milch endlich beim Sparmarkt in Passail.